Franken zwischen Rennsteig und Main
Die Tour führte über 9 Etappen und ca. 600 km als Rundtour mit Ausgangs- und Endpunkt in Blankenstein an der Saale. Hier am Beginn des Rennsteiges, des Höhenweges durch den Thüringer Wald endet eine Regionalbahnlinie entlang der "sächsischen" Saale, zur Unterscheidung von der Fränkischen Saale. Erfolgt die Anreise von weiter her, bietet sich natürlich eine Übernachtung in einer Pension oder in einem Hotel an, um am nächsten Tag in der Früh starten zu können. Die Tour beginnt hier in etwa 500m NN, führt auf dem Rennsteig auf 827m NN. Der tiefste Punkt der Tour liegt in Gemünden bei 160m NN.

Wenn man am Bahnhof aus dem Regionalzug steigt, stellt man am besten die Räder erst einmal am Bahnhof ab, um den Fußsteig hinab zur Brücke über die Selbitz zu gehen. Hier wird in vielfältiger Ausführung der Rennsteig, dessen Anfangs- oder Endpunkt – je nachdem von wo aus man es betrachtet – und seine Geschichte u.a. auch zu Zeiten der deutschen Trennung beschrieben. Detaillierte Karten mit Profil für Fuß- und Radweg sind aufgestellt. Die Selbitz bildet hier auf ein paar Kilometer die Grenze zwischen Bayern und Thüringen. Seit kurzem gibt es neben dem Wanderweg auch einen zum größten Teil identischen Radweg, der aber an machen Teilen des Weges, wo er etwas unwegsam wird, abschwenkt und so Details des historischen Grenzweges dem Radfahrer entzieht. Man kann sich natürlich auch "durchkämpfen", um diese Details, wie z.B. den Schönwappenweg zu erleben.
Der Rennsteig beginnt naturgemäß erst einmal mit einem Aufstieg von etwa 200 Höhenmetern aus dem Saaletal heraus. Auf der Straße begegnen uns fast pausenlos die Holzfuhren zum Blankensteiner Zellulosewerk und Basalttransporte vom nahen Steinbruch am Kulmberg. Vor diesem folgen wir dem Rennsteig auf einem Waldweg und fahren durch ruhige Kammwälder zur Straße und dieser nach links folgend nach Rodacherbrunn, wo wir in einer Wanderhütte am Weg oder dem bewirtschafteten Forsthaus eine erste Rast machen können. Die Höhenstraße führt nach Grumbach mit einem ersten Blick zum neuen Aussichtsturm auf dem Wetzstein. Dieser Turm ist im Steilaufstieg, ca.100 Höhenmeter, zu Fuß über Waldpfade von Süden her oder auf der Straße mit einem 3km-Umweg in Richtung Lehesten mit dem Rad zu erreichen. Der Aufstieg lohnt sich, denn nicht nur der neue Buntsandsteinturm, den der Altvaterverein hier errichten ließ, ist sehenswert, sondern auch der Rundblick vom ehemalig gesperrten Festungsberg des DDR-Grenzschutzes mit seinen unterirdischen Raketenstellungen. Weiter auf dem Rennsteig kreuzen wir den Kolonnenweg und benutzen parallel dazu den genannten Schönwappenweg mit seinen zahlreichen Grenzsteinen seit 1619 zwischen Bayern und Sachsen bzw. Thüringen. Der Weg ist wegen seiner vielen quer verlaufenden Wurzeln nur als Fußweg geeignet aber nach einem reichlichen Kilometer wieder gut befahrbar. Es ist aber ein historischer, echter Grenzweg und deshalb sehenswert, zumal der ausgeschilderte Radweg über Lehesten ca. 100 Höhenmeter ab- und wieder aufwärts führt. Auf der Straße angelangt, betreten wir Franken und radeln über Steinbach am Wald auf der Frankenwaldhochstraße - der Radweg führt separat neben der Straße her - zur Schildwiese, wieder der Grenze zu Thüringen mit historischen Grenzsteinen. Wir befinden uns im fränkischen Schiefergebirge und treffen auf aufgelassene Schieferbrüche und Siedlungen mit typischen Verkleidungen mit dem blauen Schiefer der Region. Über Spechtsbrunn führt der Weg am Hang nach Brand mit Gaststätte und den ersten Finnhütten zur Übernachtung für Rennsteigwanderer, die in DDR-Zeiten für FDGB-Wanderurlauber errichtet worden waren. Über den höchsten Punkt der Tour bei 827m NN gelangen wir nach Ernstthal und Neustadt am Rennweg (nicht Rennsteig!) und fahren wieder an einem Waldrand mit altem Grenzverlauf und Grenzsteinen entlang, die hier sogar mit 1589 datiert sind. In Neuhaus am Ende des Neubaugebietes erläutert eine Tafel die Grenzverläufe und deren Kennzeichnung in dieser Vielfalt von Grenzsteinen der einstigen deutschen Kleinstaaterei. Hier empfiehlt es sich, den als Radweg ausgeschilderten Teil des Rennsteigs zu wählen, denn er verläuft stetig fallend bis Limbach, während die Straße und der Fußweg einige steile Abschnitte auf- und abwärts aufweisen. Den Steilhang vom Radweg abwärts blickend leuchtet die neue Talsperre bei Scheibe-Alsbach durch die Bäume, das untere Becken eines neuen Pumpspeicherwerkes zur Energiespeicherung. In Limbach ist Etappenziel in der Herberge, die man aber in den Hauptwanderzeiten von Frühjahr bis Herbst vorher bestellt haben sollte.
Heute geht es zuerst noch zum Dreistromstein und daneben dem Dreiherrenstein am Rennsteig bevor wir diesen verlassen und in rasanter Fahrt auf neuer Asphaltstraße ca.450 Höhenmeter hinab in das Werratal rollen. Bis Veilsdorf und Hildburghausen folgen wir einem Radweg am Südrand des Tales abseits der Straße. Am Rathaus von Hildburghausen und dem Marktplatz lohnt es sich abzusteigen und sich etwas über die Historie zu informieren, hier ist die Residenz von Sachsen-Hildburghausen-Henneberg gewesen, deren Initialen S.H.H. u.a. am Dreiherrenstein vermerkt waren. Die Fahrt führt etwas aufwärts und wir passieren eine Hochebene aus der sich die beiden Gleichberge herausheben. Auf dem Paß zwischen beiden Erhebungen befindet sich das Steinsburgmuseum mit einer Sammlung keltischer Fundstücke vom riesigen keltischen Oppidum auf dem kleinen Gleichberg gegenüber. Nach dem Besuch des Museums kann man sich entscheiden, ob man diese eindrucksvolle Anlage besucht oder gleich hinab nach Römhild fährt. Die Straße biegt hinter Römhild nach Süden über eine flache eigenartige Hochebene ab, die die Wasserscheide zwischen Weser und Main bildet. Hinter Milz biegen wir rechts ab, überqueren die ehemalige Zonengrenze zu Bayern und erreichen unser heutiges Ziel Bad Königshofen im Grabfeld an der Fränkischen Saale. Woher der Beiname "im Grabfeld" stammt, erklärt eine am historischen Rathaus von 1575 angebrachte Tafel.
Bad Königshofen war Endpunkt einer Saaletalbahn, deren Bahnkörper über 12 km saaleabwärts jetzt Teil des FSAL-Radweges (steht für Fränkische Saale) ist. Von Wülfershausen bis Hollstadt wählen wir die Talstraße, da der Radweg als Wald-oder Feldweg ausgezeichnet ist und eine Brückenbaustelle der Autobahn A 71 von Suhl kreuzt. In Bad Neustadt überraschen eine gut erhaltene Stadtmauer und Hinweise auf eine karolingische Pfalzanlage am "Karolingerweg", ebenso wie im nächsten Ort Salz die Historie einer Pfalz "Salce" aus ottonischen Chroniken. Nun wird das Tal enger, windungsreicher und am Westhang von den im Herbst bunten üppigen Laubwäldern der Bayerischen Rhön bedeckt. An der Burganlage in Aschach steht wie an fast allen älteren Brücken über die Saale eine steinerne Figur des böhmischen Brückenheiligen St.Nepomuk. Kurz danach verläßt der Radweg die Straße an einem kleinen Bohrturm, der als Überrest einer früheren Tiefenbohrung nach heilendem Mineralwasser von Beginn des 20.Jhd. immerhin schon etwa 900 m tief gebohrt hat und man dabei fündig geworden ist. Der Luitpold-Brunnen sprudelt noch heute auf Anweisung eines elektronischen Bewegungsmelders, wenn man das Brunnenhäuschen betritt. Auf diesen Bohrergebnissen beruht u.a. die Bedeutung der umliegenden Heilbäder besonders des Staatsbades Bad Kissingen, in dessen Saline Otto von Bismarck (Museum) 16 Jahre lang zeitweise weilte und dabei auch von hier Politik betrieb. An der Kurhausstraße gibt es preiswerte Pensionen, was man beim Radeln entlang der mondänen Kuranlagen und –hotels nicht vermuten würde.
Die Weiterfahrt von Bad Kissingen führt am Wasserwerk vorbei auf Waldwegen durch Uferwälder. Später warnt man vor fliegenden Golfbällen und tatsächlich muß man auf der Hut sein, denn der Weg führt durch die Schußlinie stupider Golfer, die in ihrem blinden Eifer einen Radfahrer schon mal "überhören" können. An der Ruine der Trimburg vorbei kreuzen wir die Autobahn A7 und passieren die Erdfunkstelle Hammelburg mit ihren riesigen Parabolspiegeln in der Flußaue. Das Städtchen selbst ist sehenswert besonders sein Schloß und das Kloster. Nach der Burgruine Saaleck wird das Tal enger und noch schöner bis zum Kloster Schönau, von dem man aber nur die Kirche besichtigen kann, da das Kloster wie so viele fränkischen Anlagen noch in Betrieb ist. Unterwegs fiel uns in Flußnähe ein breiter gemauerter Pfeiler vermutlich eines unvollendeten Brückenbauwerkes auf und tatsächlich ist es ein Relikt eines unvollendeten Teiles einer Reichsautobahn, das als Kletterfelsen genutzt wird. An der Mündung der Fränkischen Saale in den Main empfängt uns Gemünden durch ein altes Stadttor, ein Teil der Stadtmauer, die durch zwei weitere Türme und die Ruine der Scherenburg auf der Höhe über der Stadt markiert wird. Straßen- und Eisenbahnbrücken und gen Westen die Brücke der ICE-Trasse nach Würzburg kennzeichnen gemeinsam mit einem Verkehrsmuseum die Bedeutung der Stadt als Verkehrsknotenpunkt, mehrere Sportanlagen und Campingplätze mit Bootsanlegern dagegen als anerkannten Erholungsort.
Auf asphaltiertem ruhigem Maintalradweg fahren wir zwischen Fluß und Bahndamm mainaufwärts von dichten Laubwäldern an den Flußhängen begleitet. Bei Karlstadt mit seiner Karlburg-Ruine auf dem gegenüberliegenden Hochufer ändert sich das Bild schlagartig, hier beginnen die Weinberge aus denen zur Zeit der Weinreife und -lese elektronisch erzeugte Raubvogelschreie oder Schüsse hallen, die die Vögel von den reifen Beeren vertreiben sollen. Ein Griff des durstigen Radlers durch die teilweise dichten Zäune sollte dagegen schon mal erlaubt sein! Ab Karlstadt radelt man auf dem Westufer entlang, sollte aber, wenn man das Rokokoschloß Veitshöchheim besuchen will, nicht verpassen schon in Zellingen wieder das Flußufer zu wechseln, denn die nächste Brücke ist erst wieder hinter dem ICE-Viadukt zu erwarten. Für Würzburg brauchte man mehrere Tage, um die Sehenswürdigkeiten der ehemaligen fürstbischöflichen Residenzstadt zu erkunden, so entschieden wir uns, dieses Mal nur das hochbarocke Käppele des Balthasar Neumann zu erklimmen, das am Ende eines durch den selben Meister berühmt gewordenen Kreuzweg auf der Höhe über der Stadt steht. Der "Kreuzweg", die Zufahrtsstraße hinauf das Fahrrad schiebend nach oben zu gelangen, macht dem Namen alle Ehre! Aber die Wallfahrtskirche selbst, der Blick über die Stadt und zur Festung Marienberg entschädigt für die Strapazen. Die Abfahrt hinunter nach Heiding, um wieder auf den Radweg zu gelangen, war eine zusätzliche Belohnung. Die restlichen 20 km nach Ochsenfurt bewältigten wir in einem Ritt, da keine besonderen Sehenswürdigkeiten mehr am Wege zu erwarten sind. Dafür erwartet uns ein sehr schönes, mittelalterlich erhaltenes Städtchen mit Stadtmauer, Türmen, Stadtgraben und alten Fachwerkhäusern, das wir nach Erfrischung und Abruhen in einer gemütlichen Pension noch am Abend besichtigen.
Wir stoßen auf den Ufer-Radweg an der alten Steinbrücke mit Teilen aus dem Jahre 1520, deren Ansicht leider durch eine stillgelegte Industriebahnlinie und deren Brücken- und Dammbauten stark beeinträchtigt wird. Die Brücke besteht aus Kalkstein, einer auffallenden Abwechslung zu den zahlreichen roten Buntsandsteinbrücken bisher. Der Gleisanschluß gehörte der kilometerlangen Rübenzuckerfabrik, die sich am Fluß entlang ausbreitet und die jetzt mit "modernerer " Logistik ihren Rohstoff mit zahllosen Lastkraftwagen über die Straße angeliefert bekommt. Hier etwa passieren wir den südlichsten Punkt unserer Rundtour, denn der Main wendet sich bei Marktbreit wieder nach Norden, nachdem er wieder die A 7 gekreuzt hat. Wer für Kitzingen und Dettelbach Zeit einplant, ist sicher gut beraten, wir sehen in der Ferne die riesige neoromanische Benediktinerabtei Münsterschwarzach aus den 30-ger Jahren des 20.Jhd.und treffen gerade zur Mittagshore der etwa 30 fränkischen Benediktiner-Mönche dort ein. Nun folgen wir dem eine größere Mainschleife abkürzenden Kanal nach Volkach und kommen gerade zum sonntäglichen Bocksbeutel-Weinfest dort an. Die Stimmung reißt uns mit, den weißen und roten "Bremser", den frischen, erst halbvergorenen Wein zu kosten und dann zur Wallfahrtskirche Maria im Weingarten weiter zu fahren. Eine weinselige Prozession dahin zum heutigen Weinfest! Weiter an den Klöstern in Wipfeld und Heidenfeld und einem Kernkraftwerk vorbei führt uns der Radweg schließlich über eine Autobahnbrücke in die Mainauen von Schweinfurt. Schon grüßen große Industrieanlagen und mit dem Wissen darüber fahren wir in die im 2.Weltkrieg total zerstörte und wieder aufgebaute Stadt ein, mieten uns in einer der wenigen billigeren Pensionen ein und können auf den Stadtbummel verzichten – es gibt kaum etwas Sehenswertes. Wir kennen das aus der sächsischen Industriestadt Chemnitz, unserer Heimat, zur Genüge.
Der Mainradweg führt wieder zwischen Eisenbahn und Fluß durch ruhige Gefilde aber ohne besondere Höhepunkte nach Haßfurt, dem die Sehenswürdigkeiten, die ihm mein Kartenwerk zuordnet, fehlen. Dafür ist der nächste Ort Zeil am Main sehenswert, obwohl er nicht wie Haßfurt markiert ist. Wir wechseln mit dem Radweg das Mainufer und fahren in Richtung Bamberg aber nur bis Bischberg, 5 km vorher, um hier ein noch erschwingliches Zimmer im Brauereigasthof zu beziehen. Die 5 km nach Bamberg hinein sind ohne Gepäck ein Leichtes, da es auf separatem Radweg am Fluß entlang geht und man beweglich in der engen Altstadt ist. Frühgotischer Dom mit Bamberger Reiter, Grablege des Kaisers Heinrich II. und seiner Gemahlin Kunigunde, die Neue Residenz des bayerisch-griechischen Königs Otto und viele andere Bauten der gut erhaltenen Altstadt machen Hunger und Durst, die wir in der stark belebten "Aecht-Schlenkerla-Rauchbierbrauerei" stillen, einer historischen urgemütlichen Gaststätte. Auf der Rückfahrt in das Quartier sind die historischen Gebäude beleuchtet und geben dem Abend einen besonderen Glanz.
Eigentlich wollten wir gestern bis Hallstatt nördlich von Bamberg fahren, um heute schon ein Stück weiter zu sein, aber das Wetter hatte uns gestern dazu veranlaßt, schon in Bischberg Quartier zu beziehen. Heute nun müssen wir fast wieder nach Bamberg hinein, um über den Rhein-Main-Donau-Kanal und seine Hafenanlagen zu kommen, da die vorherige Straßenbrücke nur die Autobahnauffahrt bedient, also für Radfahrer gesperrt ist. Der Radweg ist auch nicht sonderlich gut ausgeschildert, wie man es des öfteren in Vororten größerer Städte erlebt und so war es nicht leicht, den Maintalradweg wieder zu finden, da einige Fernverkehrsstraßen die Übersicht schwierig gestalten. Bis Staffelstein haben wir aber den richtigen Weg wiedergefunden entscheiden uns hier für den Besuch der Barockkirche Vierzehnheiligen und sehen uns vorher die Geburtsstadt des Rechenmeisters Adam Ries an. Der Aufstieg zur Balthasar-Neumann-Schöpfung ist wieder fast ein Kreuzweg, aber überwältigend der Blick in das barocke "große" Kleinod des Barock. Vom Kirchvorplatz aus blickt man in nördlicher Richtung zur großen Festungsanlage der Veste Coburg und zum Kloster Banz auf der gegenüberliegenden Anhöhe. Hinter Lichtenfels verlassen wir das Maintal um bei Schwürbitz dem Lauf der Rodach zu folgen ( Nicht abwärts zur Mainbrücke fahren!).Der Radweg ist jetzt recht unvollständig markiert und wir folgen am besten den Straßen-Wegweisern nach Kronach. Zwischen Unter- und Ober-Langenstadt suchen wir nach einer etwa 1200-jährigen Eiche, die etwas hangaufwärts im Ortsteil Nagel in einem älteren Schloßpark stehen soll. Ein unscheinbares Holztäfelchen an der Dorfstraße weist uns den Weg und wir stehen vor einem noch lebenden Riesenbaum mit einem Stammdurchmesser von bald drei Metern, der weit über die anderen Bäume hinausragt, ein lohnender Abstecher für den Naturfreund. Über Küps erreichen wir Kronach mit seiner großen Festung Rosenberg, einer hübschen Altstadt und mehreren Hotels und Pensionen. Der Nachmittag und der Abend bieten reiche Eindrücke an mittelalterlicher Baukunst, besonders einer der besterhaltenen Festungsanlagen Deutschlands, bei der auch wieder der Name Balthasar Neumann auftaucht. Wer Kinder oder Jugendliche dabei hat, kann auch in der Jugendherberge in der Veste Quartier beziehen. Die abendliche Beleuchtung der Anlage bietet einen schönen Anblick über der Stadt.
Die heutige letzte Etappe ist zwar nicht lang, aber es müssen doch etwa 300 Höhenmeter überwunden werden. Zunächst fahren wir auf dem Radweg an der B173 in Richtung Hof, der bald auf das andere Ufer der Rodach wechselt und über Waldwege bis zu einer Holzbrücke führt, über die wir hinübersteigen müssen. Am Gasthaus Erlabrück überqueren wir nun die dicht befahrene B173 und fahren die Straße nach Nordhalben über Mauthaus entlang einer stillgelegten Eisenbahnlinie auf die Höhe nach Bad Steben auf eine Höhe von etwa 640m NN. Ab dem noch befahrenen Kopfbahnhof in Bad Steben folgen wir der Bahnlinie und später der Straße talwärts nach Hölle. Im Tal befindet sich rechts ein Brunnenhäuschen des Höllental-Sprudels und nach links führt unser Rad- und Wanderweg durch das romantischen Höllental in dem die Selbitz fließt und an einem kleinen aber sehr informativen Eisenbahnmuseum vorbei erreichen wir wieder unseren Ausgangsort Blankenstein.